Fit und gesund mit Hund

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Neben Essen und Trinken ist Bewegung eines der natürlichsten Bedürfnisse der Welt. Am besten, man integriert sie in den Alltag oder in regelmäßige sportliche Freizeitaktivitäten, die Freude machen: zu Fuß einkaufen, mit dem Hund spazieren gehen, wandern oder Rad fahren. So wird Bewegung zur Lust statt zur Last und ist, besonders an frischer Luft ausgeführt, gut für Herz und Kreislauf

Es ist kein Geheimnis mehr: Nicht allein zu sein, das Gefühl, gebraucht zu werden, und viel Bewegung an der frischen Luft machen Hunde zum idealen Begleiter für den Ruhestand. Hundegesellschaft kann Stress reduzieren und den Blutdruck senken. Seit Jahrtausenden begleiten Hunde den Menschen im Alltag. Je nach Einsatz und Zweck wurden im Lauf der Zeit unterschiedlichste Rassen gezüchtet.
Zu den Aufgaben der Hunde gehörten und gehören bis heute die Jagd, der Schutz von Hof und Leben oder die Suche von Menschen bis Trüffeln. Erst in späteren Jahren entwickelten sich die Begleithunde in Form von Familien- und Schoßhunden. Dabei zeichnet sich jede Rasse durch individuelle Charaktereigenschaften aus, die bei der Auswahl mit berücksichtigt werden sollten. Ein Hund sollte also nicht einfach nur optisch gefallen und „so süß“ sein, sondern auch vom Charakter her zum Halter passen, damit es später bei der Erziehung keine Schwierigkeiten gibt. Ein Jagdhund – auch wenn er klein ist wie der Dackel – gehört stets in erfahrene Hände.

WELCHER HUND PASST VOR ALLEM ZU ÄLTEREN MENSCHEN?

Je nach eigener Mobilität sollte ein Hund gewählt werden, der viel Auslauf benötigt und gern spielt oder eben – wenn man selbst nicht so beweglich ist – mit kurzen Spaziergängen zufrieden ist. Kleine Hunde sind meistens körperlich leichter zu handhaben, dafür aber häufig nervöse Kläffer – hier ist dann Erziehung gefragt. Einige größere Hunde sind dagegen oft viel ruhiger und gelassener und können je nach Platz auch eine gute Wahl sein. Manchmal macht es Sinn, einen größeren Hund zu nehmen, der ein neues Zuhause sucht und keinen Sturm und Drang mehr hat wie ein Welpe oder Junghund. Als besonders familienfreundlich und vorsichtig im Umgang mit Kindern gelten die Hunde der Kategorie Retriever. Ob Labrador oder Golden Retriever, sie wurden gezüchtet zum Apportieren, also dem unversehrten Zurückbringen der geschossenen Beute wie Enten oder Kaninchen, und das heißt, sie packen beim Spielen selten fest zu.
Werden Enkelkinder von Anfang an in die Hundeanschaffung mit eingebunden, können eine wunderbare Beziehung zwischen Kind und Tier sowie ein gemeinsames Hobby bzw. eine gemeinsame Aufgabe der Großeltern und des Enkelkinds entstehen. Vielleicht kann der Hund in Urlaubszeiten zum Enkelkind? Oder umgekehrt: Ein Hund der Familie wird in den Ferienzeiten von den Großeltern betreut. Das ist ein beliebtes Modell, bei dem die Rasse auch gemeinsam besprochen werden sollte.

WIE VIEL PFLEGE BRAUCHT EIN HUND?

Der Pflegeumfang ist sehr vom Fell des Tieres abhängig. Seit einigen Jahren gibt es schon sogenannte Hybrid-Hunde. Eine Mischung aus zwei Rassen wie den Labradoodle (Labrador + großer Pudel) oder den Cockerpoo (Cockerspaniel + kleiner Pudel). Sie eignen sich gut für Allergiker, da sie nicht haaren und daher auch nicht so intensiv gebürstet werden müssen. Allerdings benötigen sie ab und zu einen Komplett-Schnitt beim Hundefriseur, der diese Hunde „trimmt“. Auch das Baden übernehmen Hundefriseure. Bei anderen Hunden reicht es, wenn man sie ab und zu bürstet. Hinzu kommen die Zahn- und die Pfotenpflege, die je nach Hund variieren.

WIE HOCH SIND DIE KOSTEN?

Die Anschaffungskosten bewegen sich zwischen 250 Euro (für einen Hund aus dem Tierschutz für hundeerfahrene Käufer) und 1.400 Euro (für einen großen Hund vom Züchter). Auch die regelmäßigen Aufwendungen für Futter, Tierarzt (Impfungen) und Steuern sollte man im Auge behalten. Insgesamt gilt: Hunde machen viel Freude, bringen aber auch viel Dreck ins Haus – wer die Arbeit scheut oder einen Putzfimmel hat, sollte sich lieber mit Bildern von ihnen begnügen.

Augen auf beim Hundekauf!

Kaufen Sie Ihren Hund nicht auf Märkten oder Online-Markt-Seiten. Oft handelt es sich um Tiere aus dem Ausland, die unter schlimmsten Bedingungen gezüchtet werden und in den meisten Fällen krank sind. Auch wenn Sie gern helfen – Tierschutzhunde gehören nicht in Anfänger- oder Kinderhände. Seriöse Anbieter sind Züchter mit einem Siegel eines Zuchtverbands wie z. B. des DRC (Deutscher Retriever Club) mit entsprechenden Welpenlisten. www.drc.de Oder aus kontrollierter VDH-Zucht (Verband des deutschen Hundewesens). www.vdh.de Ein bisschen Warten gehört bei gewissenhaften Züchtern dazu und gibt Zeit für Vorbereitungen.

Tipp

Auch Lill’s Hundeblog & -store macht einfach Freude: www.lills.blog und www.lills.store

Höher, schneller, weiter Hundesport – ein Spaß für Tier und Halter

Von wegen Bewegungsmuffel – dank Hund sind jetzt auch die Enkelkinder aktiv und alle an der frischen Luft. Hundesport heißt das Zauberwort und ist im Unterschied zum Reitsport wesentlich kostengünstiger. Unter Hundesport versteht man unterschiedlichste gemeinsame sportliche Beschäftigungen mit dem Hund vom Hindernislauf bis zur Fährtenarbeit mit dem Ziel, den Hund seinen Anlagen entsprechend zu fördern. Und je nach eigener Beweglichkeit kann man gemeinsam mit dem Hund über Hindernisse springen oder Anweisungen geben.
Am bekanntesten sind:
Agility: Hund und Halter müssen – ähnlich wie ein Springpferd – nach bestimmten Regeln einen Parcours absolvieren. Es geht dabei über Hürden, um Slalomstangen und durch Tunnel. Hier zählen Geschicklichkeit und Geschwindigkeit.


Obedience: Gehorsamsübungen auf Distanz und in Nähe – wer ist das eingespielteste Team? Hundeschulübungen, die Spaß machen.
Dog-Dance: Hundehalter und Vierbeiner erarbeiten eine Choreografie zu Musik, die sich aus Kunststückchen und Tricks zusammensetzt.
Treibball: Eine Übung aus dem Aufgabenbereich von Hütehunden, die auch viele andere Hunderassen mögen. Bälle in verschiedenen Größen (Schafe) müssen innerhalb von 15 Minuten in ein Tor (Weidengatter) getrieben werden. Der Halter hilft durch Anweisungen oder aktives Mitmachen.

Fährtenarbeit/Mantrailing: Der Hund verfolgt die Spur eines gezogenen Tuches oder den Geruch eines Menschen bis zum versteckten Ziel. Eine Nasenarbeit vor allem für Jagdhunde.
Dummytraining: Trainiert wird das Aufspüren und Zurückbringen von Dummys (Leinensäckchen, Gegenstände). Das macht ähnlich Freude wie Verstecken- und Fangenspielen.

Wichtig ist das Miteinander – denn allein Sport machen ist langweilig, das finden auch viele Kinder. Da die meisten Kinder Hunde mögen, lassen sie sich leicht für Aktivitäten mit dem Hund begeistern. Hundeschulen bieten inzwischen spezielle Sportstunden an. Wer Hundesport ausübt, wird schnell feststellen, wie geistig fordernd die Übungen sind. Wie bei anderen Sportarten ist ständiges Üben die Voraussetzung für kleine Erfolge, die dann alle Beteiligten begeistern. Auch der Hund versteht schnell, wann er Aufgaben richtig löst, und freut sich über Belohnungen.

Mehr Infos zu Hundesportvereinen unter:
www.vdh.de/hundesport und www.dhv-hundesport.de

 

 

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