Kaffee – ein wahrer Genuss

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Zu einem guten Kaffee gehört mehr als nur die Bohne. Das Geheimnis besteht aus vielen Komponenten, die, geschickt kombiniert, uns echte Genussmomente bescheren.

Da liegt er in der Luft, der ganz besondere Duft, der uns am Morgen beim Aufwachen hilft oder nachmittags eine willkommene Auszeit schenkt.
Doch längst ist nicht mehr egal, welchen Kaffee man trinkt. Immer mehr Menschen legen Wert auf guten Kaffeegenuss und suchen nach edlen Varianten, ähnlich wie bei Wein oder Schokolade. Wer verstehen möchte, wie hervorragende Kaffeearomen entstehen, sollte sich mit dem Anbau und der Röstung der Bohnen beschäftigen. Was beim Wein die Lage, bei der Schokolade der Anteil hochwertigen Kakaos, das ist beim Kaffee die Qualität des Rohkaffees.
Deswegen hat sich die Specialty Coffee Association (SCA) zum Ziel gesetzt, einheitliche und höhere Qualitätsstandards für das Genussmittel Nummer eins der Deutschen festzulegen. Die Beschaffenheit und Sensorik der Bohnen werden begutachtet und so dürfen nur Kaffees mit mehr als 80 von 100 Punkten auf dem von der SCA entwickelten Spezialitäten-Score das offizielle Prädikat „Specialty Coffee“, zu Deutsch Kaffeespezialität, tragen, welches man auf Kaffeepackungen wiederfinden kann. Auch ist es gut, wenn Bohnen aus kleinen Anbaugebieten stammen, verschiedene Bohnensorten nicht gemischt werden und der Kaffee somit sortenrein ist – was z. B. mit der Angabe „100 % Arabica“ kenntlich gemacht wird.

 


DIE RÖSTUNG IST WICHTIG

Um aus den auserwählten Bohnen das volle Geschmacks
erlebnis herauszuholen, sollten die Bohnen im traditionellen Langzeit-Trommelröstverfahren geröstet werden. Ein Handwerk, bei dem der Röstvorgang bis zu 20 Minuten dauern kann und erfahrene Röstmeister durch Probeziehungen individuell festlegen, welche Röstdauer und Temperaturverläufe optimal für den jeweiligen Kaffee sind. Eine Kunst, die Fingerspitzengefühl verlangt. Mit solchen Verfahren arbeiten vor allem kleine Kaffeemanufakturen und Röstereien.


HANDFILTER SIND IM
TREND
Ist die Bohne einmal geröstet
und in der Verpackung, erfolgt die Verarbeitung bei den Kunden zu Hause. Natürlich ist das Aroma frischer, wenn die Bohnen erst in der Mühle in der Küche gemahlen werden. Doch egal, ob edle Siebträgermaschine, vollautomatisierte Kaffeemaschine oder aufwendige Handfiltration – nur mit erstklassigen Kaffees lässt sich wahrer Genuss erzielen, den man riechen und schmecken kann. Eine besonders genussvolle Auszeit erzielt man mit der Handfiltration.
Ja, Sie haben richtig gehört, Filterkaffee ist wieder da und auch bei der Jugend im Trend. Das Aufbrühen per Hand sorgt für einen Moment der Ruhe, eine kleine achtsame Pause, in der man sich Gutes gönnt. Damit dieser Genuss nachhaltig ist, lohnt es sich, beim Kauf der Bohnenpackung darauf zu achten, dass diese Bio- und Fairtrade-zertifiziert ist. Das Fairtrade-Siegel bekommen nur Kaffees, die handelsverträgliche Kriterien einhalten, wie z. B. geregelte Arbeitsbedingungen, Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und den Schutz natürlicher Ressourcen.
Das Bio-Siegel erhalten Produkte, deren Inhaltsstoffe zu über 90 % aus rein ökologischem Anbau stammen. Alles beachtet? Dann steht einer guten Tasse Kaffee nichts mehr im Weg.

 

Handfiltration
Handfiltration

 

KAFFEE MIT DER HAND AUFBRÜHEN IN WENIGEN SCHRITTEN
So geht’s:

1. Zuerst die Kaffeefiltertüte in den Handfilter legen, dann anfeuchten mit heißem Wasser.
2. Die gewünschte Menge Kaffeepulver in die Filtertüte geben. Für eine Tasse nimmt man ca. einen gehäuften Teelöffel sowie einenLöffel „für die Kanne“.
3. Anschließend das Pulver mit etwas heißem Wasser aufgießen, damit das Kaffeepulver aufquillt. Kochendes Wasser sollte 5 Min. abkühlen auf 92 bis 96 Grad Celsius, da zu heißes Wasser zu bitterem Geschmack führen kann.
4. Nach dem Aufquellen das restliche Wasser allmählich und gleichmäßig in den Filter gießen.

 

TIPP
Sie wollen mit den Enkeln zusammen Kaffee trinken? Dann brühen Sie doch für die Kleinen einen Getreidekaffee auf, z. B. Caro-Kaffee (von Nestlé) oder einen Kinderkaffee (von Rapunzel). Und ein heißer Kakao tut es meistens auch.

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