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Warum Seniorentelefone nicht nur schick und komfortabel, sondern oft auch Retter in der Not sein können.

Videoaufnahmen in brillanter Qualität oder große Speicherkapazitäten – was für junge Menschen die tollsten Funktionen ihrer Telefone sind, ist für die ältere Generation vielmals überflüssig. Sie möchte einfach nur mit wenigen Handgriffen ihre Liebsten erreichen. Wenn die Sehkraft im Alter nicht mehr der eines Adlers gleicht, ist es oft schwierig, die kleinen Buchstaben auf dem Display des Telefons zu erkennen. Gleiches gilt fürs Hören. Wenn der Fernseher oder die Musik läuft, ist es manchmal schwierig, das Klingeln des Telefons zu hören. Auch ist die Gesprächslautstärke eines Telefonats oft zu leise oder die Tasten zu schmal. Zudem werden unverständliche Menüführungen schnell zu einem Hindernis der Kommunikation per Telefon.

Ein Seniorentelefon sollte daher auf Details achten wie größere Tasten, mehr Lautstärke, großzügige Schrift und eine leicht zu bedienende Notruftaste. Entsprechende Modelle gibt es sowohl als portables Festnetztelefon für zu Hause als auch als Handy für unterwegs. Ein übersichtlicher Bildschirm mit großer Schrift und klaren Farbkontrasten ermöglicht auch bei schwierigen Lichtverhältnissen eine gute Lesbarkeit der Inhalte. Klingelton und Empfangslautstärke des Telefons sollten sich leicht erhöhen lassen und im Idealfall sind die Geräte kompatibel – also nutzbar – mit Hörgeräten.

Ein Vorteil für die Bedienung ist laut Britta Ullrich, zu ihrer Zeit bei SirValUse (heute Uintent, ein Unternehmen, das untersucht, wie gut oder schlecht sich bestimmte Geräte benutzen lassen), wenn das Telefon möglichst wenige Tasten besitzt. „Dann gibt es nicht so viele Verwirrmöglichkeiten.“ Wenige Direktwahltasten ermöglichen ohne Suchen einen schnellen Kontakt zu den wichtigsten Personen.

Vor allem für Alleinlebende können die Notruftasten der Seniorentelefone sinnvoll sein. Bei manchen Telefonen sind diese am Gerät, bei anderen lässt sich ein Sender am Handgelenk oder mit Clip an der Kleidung tragen. Wer z.B. stürzt, kann so einen Notruf an festgelegte Nummern absetzen. Bekannte Produkte am Markt sind derzeit z. B. TELME, Tiptel, Panasonic, Doro Phone easy, Gigaset oder Emporia.

Die Preise liegen zwischen 20 und 200 Euro, je nach Ausstattung. Eine Investition, die sich lohnt, denn den Vorteil, mobil und unabhängig zu sein, kaufen Sie bei den Handyversionen gleich mit. Das gibt ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit – unterwegs in der Stadt oder beim Ausflug mit den Enkeln.

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